Schulgottesdienst mit der Gemeinschaft Cenacolo

Am 24.April feierten wir in der Kirche Don Bosco einen Schülergottesdienst mit Schülerinnen und Schülern der Mittelschulen unserer Pfarre, sowie mit der Tourismusschule Wassermanngasse.

Unsere Gäste waren junge Männer aus der Gemeinschaft Cenacolo aus Kleinfrauenhaid im Burgenland. Neben der musikalischen Gestaltung brachten die jungen Burschen aus der Gemeinschaft auch ihre berührenden Lebensberichte mit und erzählten uns, wie sie es im Cenacolo schaffen, ihre Krisen zu bewältigen und ein neues Leben zu beginnen.

In der Gemeinschaft Cenacolo wird auch gerne getanzt!

Informationen über die Gemeinschaft Cenacolo

Die Gemeinschaft Cenacolo wurde 1983 von der italienischen Klosterschwester Madre Elvira Petrozzi gegründet. Mutter Elvira wollte nicht hinnehmen, dass es für die vielen Jugendlichen, die in Alkohol und Drogen verfangen waren, keine Hilfe geben sollte. Am 16. Juli 1983 eröffnete sie, das erste Haus in Saluzzo, etwa 60 km südlich von Turin. Das Haus war nach kurzer Zeit überlaufen, sodass die Gründung weiterer Niederlassungen notwendig wurde.

Die Gemeinschaft Cenacolo lebt von der „Vorsehung“ – das sind alle jene Menschen, die bereit sind, jungen Menschen bei ihrem Neubeginn zu helfen.

Mehr über die Gemeinschaft Cenacolo in Österreich in diesem Video

Die Gemeinschaft Cenacolo bietet jungen Menschen die Möglichkeit zu einem Neubeginn!

Die Gemeinschaft hat sich auf die Begleitung und Unterstützung von Menschen spezialisiert, die mit Drogenabhängigkeit und anderen Suchtproblemen kämpfen. Ihr Hauptziel ist es, den Betroffenen zu helfen, ein neues Leben in Freiheit und Selbstwertgefühl zu finden.

Grundprinzipien der Gemeinschaft

1. Spiritualität: Die Gemeinschaft legt großen Wert auf den Glauben und die spirituelle Entwicklung der Mitglieder. Durch Gebet, Mediation und regelmäßige Gottesdienste wird eine tiefe Verbindung zu Gott gefördert.

2. Gemeinschaftsleben: Die Mitglieder leben in einer familiären Atmosphäre, in der gegenseitige Unterstützung und Verständnis großgeschrieben werden. Sie helfen sich gegenseitig, ihre Herausforderungen zu überwinden und einander zu stärken.

3. Arbeit und Verantwortung: Jedes Mitglied hat Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft. Dies kann landwirtschaftliche Tätigkeiten, handwerkliche Arbeiten oder die Betreuung von Veranstaltungen beinhalten.

4. Ehrlichkeit und Offenheit: Ein zentraler Aspekt der Gemeinschaft Cenacolo ist die Förderung von Ehrlichkeit und Transparenz. Mitglieder lernen, ihre Probleme offen zu besprechen und sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten zu helfen.

Erfolgsgeschichten

Die Gemeinschaft hat vielen Menschen geholfen, ihren Weg aus der Sucht zu finden und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es gibt zahlreiche Erfolgsgeschichten von ehemaligen Mitgliedern, die heute ihren Platz in der Gesellschaft gefunden haben und anderen als Vorbilder dienen.

Die Gemeinschaft Cenacolo bietet nicht nur eine Zuflucht für Suchtabhängige, sondern auch eine Möglichkeit zur Wiederherstellung von Hoffnung und Lebensfreude.

Wenn Sie von einem jungen Menschen auf der Suche nach Orientierung oder auf der Suche nach einem Ausweg aus Suchtproblemen wissen und gerne helfen möchten, finden Sie hier die ersten INFOS:

Erste Schritte in die Gemeinschaft Cenacolo

Es kann sehr schwierig sein, jemanden zu überzeugen, dass er oder sie Hilfe benötigt. Bei Suchtproblemen oder in Lebenskrisen ist oft keine Einsicht der Betroffenen gegeben. In solchen Fällen können Sie auch alleine den ersten Schritt machen und zu einem Vorgespräch kommen.

In Österreich finden die Vorgespräche jeden Samstag, 9:00 bis 12:00 Uhr (außer an Feiertagen) im Raum der Stille im Hauptbahnhof Wien statt. Es ist keine Anmeldung nötig.

Sie finden dort als Angehöriger, Freund, Lehrer oder Nachbar jemand, der sie berät und mit ihnen für diese Person betet, die sich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befindet.

Bruder Georg, der Leiter der Gemeinschaft Cenacolo in Österreich, sagte mir immer wieder, wie wichtig es ist, dass wir für diese Menschen beten: „Ohne Gebet findet keiner den Weg ins Cenacolo.“

Martina Lemp