Ein Nachmittag voller Begegnung: Firmlinge und Paten auf gemeinsamem Weg

Am Samstag, dem 20. Juni, füllte sich unser Pfarrsaal mit ganz besonderem Leben: Die diesjährigen Firmlinge und ihre Patinnen und Paten kamen zu einem gemeinsamen Begegnungsnachmittag zusammen. Ziel des Treffens war es, abseits des Alltags die Beziehung zueinander zu stärken und der spirituellen Bedeutung des Patenamtes nachzuspüren.

„Was denkst du?“ – Mit Humor und Tiefgang

Der Nachmittag startete mit einer spielerischen Herausforderung: Beim Beantworten eines gegenseitigen Fragebogens mussten Firmlinge und Paten mit etwas räumlichem Abstand spontane Einschätzungen über den jeweils anderen abgeben. Beim anschließenden Abgleichen der Antworten wurde im Raum viel gelacht. Ob Lieblingsessen oder Alltagshobbys – es zeigte sich schnell, dass bereits eine wunderbare Basis da ist, aber es tat auch sichtlich gut, ganz neu neugierig aufeinander zu werden.

Ein uraltes Zeichen neu gespürt

Ein zentraler und sehr berührender Moment war die Einheit zur Handauflegung, die von Hector mit Worten aus dem Neuen Testament eingeleitet wurde. Die biblische Zusage „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ wurde in einer anschließenden Meditation ganz praktisch spürbar. Die Paten legten ihren Firmlingen bewusst die Hand auf die Schulter – ein Moment der Stille, der das gegenseitige Versprechen ausdrückte: „Ich stärke dir den Rücken. Du bist auf deinem Glaubens- und Lebensweg nicht allein.“

Patenschaft ist keine Einbahnstraße

In der kreativen Phase unter dem Motto „Meine Rolle – deine Rolle“ gestalteten die Paare gemeinsame Plakate. Im intensiven Austausch wurde deutlich, was sich die Jugendlichen von ihren Paten wünschen (ein offenes Ohr, Rückhalt) und wie die Paten ihre Rolle verstehen (als Wegbegleiter und Stütze). Bei der anschließenden „Galeriebegehung“ der bunten Plakate wurde das Fazit sichtbar: Patenschaft ist keine Einbahnstraße. Es ist ein dynamisches Zusammenspiel, bei dem beide Seiten einander Kraft geben und gemeinsam im Glauben wachsen.

Ein Symbol für den Lebensweg: Der „Aufladungs-Moment“

Als bleibende Erinnerung für die gemeinsame Zukunft gab es zum Abschluss eine ganz besondere Aktivität. Nach dem Impuls „Eine Baumscheibe zeigt die Jahresringe des Lebens. So wie der Baum wächst, wachsen auch wir – manchmal gerade, manchmal mit Kurven. Diese Scheibe ist ein Symbol für euren gemeinsamen Weg und Gottes Segen, der euch auf diesem Weg begleitet“, gestalteten die Paare eine eigene Holzscheibe.

Der Höhepunkt war der anschließende, sehr dichte „Aufladungs-Moment“: Während die Farbe trocknete, legten die Paten ihre Hand auf das Holz, und die Firmlinge legten ihre Hand darüber. In dieser spürbaren Verbindung von Hand auf Hand auf Holz sprachen sie einander den Segen zu: „Ich segne dich mit diesem Zeichen. Gott behüte deinen Weg.“ Diese gesegneten Baumscheiben durften die Paare als Symbol mit nach Hause nehmen.

Nachdem wir alle im großen Kreis noch gemeinsam ein Abschlussgebet gesprochen hatten, ging ein intensiver, fröhlicher und tiefgehender Nachmittag zu Ende. Wir danken allen Firmlinge und Paten für ihre Offenheit und wünschen ihnen für den großen Tag der Firmung und den weiteren gemeinsamen Lebensweg von Herzen Gottes reichen Segen!

  • Hector Pascua